Hintergrund
Mangelnde pflegerische Versorgung führt zu häufigeren Komplikationen. Die Praxis zeigt, dass häufigerer Wechsel von Urinbeuteln und Harnableitungen eine verminderte Rate an Harnwegsinfektionen bedingt. Dies ist in einem Pflegesystem mit Zeitmangel und zunehmender Versorgung durch an- oder ungelernte Pflege(hilfs)kräfte schwer zu gewährleisten. Eine persönliche Pflege ist zwar kostenintensiv, könnte sich aber im Sinne der gesteigerten Versorgungsqualität lohnen.

Fragestellung
Wie stellt sich die urologische Betreuung von zu pflegenden Personen im Arbeitgebermodell (Individualbetreuung) und in Pflegeheimen dar? Gibt es Unterschiede durch die Form der Unterbringung? Wie ist der Status Präsens der urologischen Versorgung?

Methodik
In einer Status präsens-Erfassung werden über die Betreuer von Langliegern in Pflegeheimen und zu betreuenden Personen in Arbeitgebermodellen mittels eines Fragebogens die notwendigen Daten erhoben. Die Daten werden rein deskriptiv und nicht randomisiert erhoben. Die Datenerhebung erfolgt mittels Fragebogen und aus der Pflegedokumentation.

Ausblick
Die Erfassung des Ist-Zustandes soll den Blick auf die häufigsten Probleme und die Prävention der urologischen Erkrankungen öffnen.
Die Auswertung der Daten soll die Basis für eine spätere Interventionsstudie auf Grundlage der gefundenen Ergebnisse dienen.

Projektlaufzeit
Status präsens-Erhebung – Laufzeit 6 Monate nach Start

Ansprechpartner
Dr. Friedemann Mettke
Friedemann.Mettke@irp-mhb.de

Dr. Jörg Schmidt
Joerg.Schmidt@irp-mhb.de